„Al Nakba“ Kundgebung in Hamburg

Am 15.5.08 fand in der Hamburger Innenstadt eine Kundgebung unter dem Motto ,,Kundgebung zum 60. Jahrestag der Nakba – der Katastrophe der Vertreibung der Palästinenser“ statt.
Wir haben diese mit einem Flugblatt vor Ort kritisch hinterfragt.

Dass, die ,sich mit ,,Pace“ Fahnen schmückenden, Menschen vor Ort, doch nicht ganz so friedfertig waren, durften wir selbst erfahren.
Mehr dazu auf Indymedia.

Hier ist unser Flugblatt:

When No One Cares …

Auf dem vor Ihnen liegenden Ida-Ehre-Platz haben sich in diesem Moment Menschen versammelt, die dem 60. Jahrestag der „Nakba“ gedenken. Die „Nakba“ beschreibt das „Unglück“ der Gründung des Staates Israel vor 60 Jahren, und die damit einhergehende Teilung des Gebietes Palästina. Der Mythos der „Nakba“ lebt von der Vorstellung, dass es im Gebiet Palästina vor der Teilung einen funktionierenden, friedlichen, rein arabischen „Palästinenser-Staat“ gegeben hat, diese Vorstellung basiert allerdings auf einer Lüge. Es gab schon, lange vor der Teilung, eine jüdische Bevölkerung in diesem Gebiet. Diese Minderheit wurde auch dort immens Verfolgt, u.a. veranlasst vom damaligen Großmufti Jerusalems, der nach einem Putsch ab 1941, als persönlicher Gast Adolf Hitlers in Deutschland lebte. Der ehemalige Großmufti war SS-Mann und war intensiv mit dem Aufbau einer arabischen Wehrmachtsarmee in Bosnien beschäftigt. Das Gebiet Palästina ist zu diesem Zeitpunkt von britischem Militär besetzt. Es gibt in der Zeit vor der Teilung keinerlei politisches System, welches diesen Namen verdient, geschweige denn auch nur ansatzweise demokratisch oder friedlich ist.

Vor diesem Hintergrund wird also versucht dem Staat Israel seine Legitimation zu entziehen. Und damit propagieren auch einige dieser Menschen einen offenen Antisemitismus, der in keiner Weise zu tolerieren ist. Dies alles geschieht heute, hier, in dem Land in dem noch bis vor 63 Jahren der staatliche Massenmord an den europäischen Juden geplant und durchgeführt wurde.

Weiterhin unterstützen einige der Kundgebungsteilnehmer_innen eine vom Iran geführte Miliz, die Hamas, und bezeichnen diese als „Befreiungs-Armee“, welche allerdings, realistisch betrachtet, nichts anderes im Sinn hat, als einen weiteren faschistisch-nationalistischen, islamischen Gottes-Staat zu errichten, ähnlich wie es ihn im Iran und auch in Syrien gibt. Im Libanon zettelt eine ähnliche „Befreiungs-Armee“, die Hisbollah, gerade einen Bürgerkrieg an, welcher vom iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadenijad forciert wird, um Israel, Europa und die USA weiter einschüchtern zu können. Diese und auch andere solcher Milizen werden gesteuert und finanziert vom offen antisemitischen Regime im Iran, dass sich öffentlich auf Adolf Hitler beruft und den Holocaust leugnet.

Der Staat Israel, der als Zuflucht vor dem globalen, mörderischen Antisemitismus gegründet wurde, ist vor solchen antisemitischen, fundamentalistischen Terrorgruppen zu schützen! Dieser Antisemitismus zieht sich durch die ganze Menschheitsgeschichte und fand seinen vorübergehenden Höhepunkt im Holocaust, initiiert und ausgeführt von der deutschen Volksgemeinschaft. Wir verstehen den Staat Israel als einen solchen Zufluchtsort, der von allen zu schützen ist.

Es ist also die Frage zu stellen, ob es gerechtfertigt ist, öffentlich die Gründung des Staates Israel als Unglück zu „zelebrieren“ und somit seine Existenz zu delegitimieren, die ohnehin ständig bedroht wird.

Kampf dem Antisemitismus!