Veranstaltungsreihe gegen die deutsche Einheit

Anlässlich der, dieses Jahr in Hamburg stattfindenden, Einheitsfeierlichkeiten der BRD, gibt es in einer Veranstaltungsreihe gegen die deutsche Einheit, diverse inhaltliche Veranstaltungen, die sich genauer mit dem Thema Deutschland und was dazugehört beschäftigen.

Deutschland ist von Beginn an die prozessierende Konterrevolution geworden. Die Basis für die Reichsgründung 1871 in Versailles bildete die Niederschlagung der Pariser Commune, eine gemeinsame Aktion mit den zuvor besiegten französischen Truppen, gipfelnd in dem Massaker an 30.000 Kommunard_innen, die sich bereits ergeben hatten. Doch die Deutschen wollten mehr.

Wir beteiligen uns an dieser unter anderem mit einer Veranstaltung zum Thema Nationalismus in der deutschen Popkultur, am 6.10 im fundbureau.
Hier der Ankündigungstext:

This is not a love Song
Pop und Deutschland

Freitag, 6. Oktober 19:00, Fundbureau

Deutschlandliebe, Heimeligkeit und ein dubioses “Wir sind wieder Wer!” Gefühl sind “in” im deutschen Popbuissnes. Alles Alternativ, “Links” und spätestens seit der WM ‘06 mit Schwarz-Rot-Gold im Herz und am Auto. Auch in Hamburg marodierte zum letzten mal während der EM ein hipper, deutscher und ganz besonders unverkrampft stolzer Mob durch die Straßen, während Ole von Beust seit einiger Zeit seine Liebe zu Tocotronic und all den anderen Kreativen Künstler_innen dieser Stadt, seien sie nun einverstanden mit ihrem neuen Bewunderer oder nicht, entdeckt. Aber wofür braucht Deutschland bzw. Hamburg Popmusik/Kultur und wofür braucht Pop, dessen Grundintention vermeintlich das subversive Aufbrechen von Identitäten war, Deutschland?
Wir wollen uns im Rahmen dieser Veranstaltung mit deutschtümelnden Teilen der Popkultur auseinandersetzten und nach Emanzipatorischen Gegenentwürfen, denen Deutschland nicht am Herzen liegt, suchen.

Wir hoffen natürlich auf zahlreiches Erscheinen zu allen Veranstaltungen und subversive Zersetzungstätigkeiten am Tag der Einheitsfeier, dem 3.Oktober, selbst.